#Books – Frühstück mit Elefanten

Hallo du,

habe ich eigentlich schonmal erwähnt, dass ich eine totale Leseratte bin? Wobei „Ratte“ eigentlich nicht ganz passt, es müsste schon ein etwas größeres Tier sein, denn meine Liebe zu Büchern ist wirklich enorm. Als wir in die neue Wohnung umgezogen sind, war es für mich am wichtigsten, meine Bücher schnell vor Ort zu haben – wer braucht schon Kochutensilien, Bettwäsche oder gar Kleidung? Wenn ich verreise (und sei es nur ein Geschäftstermin, für den ich eine Nacht in einem Hotel übernachten muss) habe ich immer ein Buch dabei. Das gibt mir in der fremden Umgebung ein bisschen das Gefühl von Zuhause, und mich nach einem langen Tag gemütlich in einen Sessel zu kuscheln und mich in eine Geschichte zu vertiefen, entspannt mich sehr. Vertiefen trifft es übrigens zu hundert Prozent: wenn ich lese, bin ich in der Regel nicht mehr ansprechbar und kriege um mich herum nichts mehr mit. Christof muss schon laut und deutlich meinen Namen sagen, wenn er etwas von mir will, ansonsten ist meine einzige Reaktion ein verwirrtes, um etwa fünf Minuten zeitverzögertes: „Sorry, was? Hattest du etwas gesagt?“

Heute möchte ich dir gerne ein Buch vorstellen, dass es dieses Jahr unangefochten auf Platz eins meiner Sommerlektüre-Rangliste geschafft hat. Sommerlektüre heißt für mich, dass es ein Buch ist, dass ich an lauen Abenden auf dem Balkon lesen mag. Einfach und flüssig geschrieben, über Orte, nach denen ich Fernweh bekomme. Gute Laune muss es machen und ein bisschen fürs Herz sein. Schwere Kost und nervenaufreibende Thriller hebe ich mir gerne für kuschelige Herbsttage auf 😉

„So viel weiß ich: Ich will raus aus der Stadt. Ich will Holz hacken und Lagerfeuer machen und Stockbrot über den Flammen rösten. Ich will mich auf einfache Freuden und naturbewusste Lebensweisen besinnen und ich will nicht länger in dieser Blase leben, in der Unzufriedenheit mit Konsum betäubt wird. Ich will durch Wälder wandern und wilden Tieren begegnen und Steinchen übers Wasser springen lassen. Ich will mit der Sonne aufstehen und der Welt zuschauen, wie sie jeden Morgen aufs Neue erwacht. Ich will wieder Kind sein und mich über die Welt wundern. Wir leben auf einem blauen Planeten, der um einen brennenden Ball kreist und nachts leuchtet der Mond, der unsere Meere bewegt … Wenn das nicht schon ein Wunder ist, was dann? Nur kriege ich nichts mit von diesem Wunder. Ich bin ein ganz natürlicher Teil davon und habe es völlig vergessen. Ich bin zu digital, zu pixelig geworden.“ – Gesa Neitzel

Frühstückmitelefanten1In „Frühstück mit Elefanten“ schreibt Gesa Neitzel über ihren Weg von einem Leben als Fernsehredakteurin in Berlin zu einer Rangerin in Afrika. Dabei gibt sie ihr altes Leben auf und erlebt ein Jahr lang etwas völlig neues, tauscht Internet, fließendes Wasser und Konsumgesellschaft gegen Nächste unter dem Sternenhimmel, Fährtenlesen und Begegnungen mit wilden Tieren ein.

Wer einen umfassenden Reisebericht sucht, in dem man Informationen über Afrika im allgemeinen findet, oder  kritische Themen wie Naturschutz und innerländische Konflikte aufgegriffen werden, der ist mit diesem Buch schlecht beraten. Es ist mehr ein Tagebuch, in dem uns die Autorin Ihre Gedanken und Emotionen mitteilt, während Sie den großen Schritt aus dem geregelten Leben hinaus wagt. Sie erzählt uns von ihrem Wunsch nach Veränderung, aber auch von der Angst, den vorgegebenen Pfad zu verlassen, von ihren Eindrücken und Erlebnissen. Weil Sie so farbenfroh schreibt, hat man wirklich das Gefühl, mit dabei zu sein. Gemeinsam mit Gesa sitzen wir bei Sonnenuntergang in einem trockenen Flussbett, graben die nackten Zehen in den Sand und riechen den wilden Salbei, rumpeln wir in einem offenen Geländewagen los zu unserem ersten Game Drive, um hoffentlich ein paar Wilde Tiere zu erspähen, treffen wir das erste mal auf eine Herde Elefanten und ein Rudel Löwen.

„Frühstück mit Elefanten“ ist vielfältig, interessant und bunt, dazu lässt es sich sehr angenehm lesen. Wie nebenbei lernt man etwas über Afrikas Tierwelt und die Ausbildung zum Ranger, während das Fernweh in einem selbst immer größer wird. Gesa schafft es wirklich, Reiselust zu wecken, und wer auch schon mal das Gefühl hatte „mal raus zu müssen“, weil das Leben doch irgendwie mehr zu bieten haben muss als den immer gleichen Alltagstrott, der wird sich voll mit ihr identifizieren können.Frühstückmitelefanten2
„Frühstück mit Elefanten“ gibt es im Handel für 14,99€ (uvp).

Frühstück mit Elefanten: Als Rangerin in Afrika

Stehst du auch auf Reiseberichte? Welches ist dein Lieblingsgenre für laue Sommerabende?

Es grüßt dich
Nessa

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8 Kommentare zu „#Books – Frühstück mit Elefanten

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  1. Liebe Nessa, da bin ich ganz bei dir und kann so richtig mitfühlen – ich bin ein riesiges „Lesemonster“ und ohne Bücher geht bei mir gar nichts. Was gibt es Schöneres als sich bei herrlichem Sonnenschein mit einer entspannten Lektüre auf eine Liege zurückzuziehen oder sich an einem kalten Wintertag mit einem Buch in eine flauschige Decke zu kuscheln. Ich bin für alle Genres offen, habe aber immer wieder Zeiten, wo ich das eine oder andere bevorzuge, einmal anspruchsvoll, einmal locker und einfach. Daher bin ich immer an Lesetipps und Buchempfehlungen interessiert – vielen Dank fürs Vorstellen.
    Ich wünsche dir ein paar gemütliche Lesestunden und alles Liebe

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  2. Dass du dich gerne in Geschichten vertiefst und da so richtig eintauchst, kann ich komplett nachvollziehen. Das geht mir ganz genauso. Ich höre dann übrigens auch gar nicht wenn man was zu mir sagt und muss da auch nach ein paar Minuten noch mal nachfragen xD. Deshalb musste ich an der Stelle echt schmunzeln.

    Ansonsten bin ich aber eher jemand der zu jeder Jahreszeit Krimi und Fantasy bevorzugut. Das sind mittlerweile einfach meine Lieblingsgenre, dazwischen lese ich gerne mal historische Geschichten oder Biografien und Sachbücher.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Oh ja musst du unbedingt, denn die sind sehr unterhaltsam und spannend. Zumal ich an der Reihe, wie bei Harry Potter toll finde, dass man die Figuren auf lange Zeit begleitet und sieht wie sie erwachsen werden.

    Ich muss da echt passen, das ist nicht meine Zeit und diese typischen Krimi-Procedurals gefallen mir auch nur ganz selten. Mir fehlt da immer die übergreifende Handlung wie das bei Mystery- oder vielen Drama-Serien der Fall ist. Da hat man halt meistens den Fall der Woche und gut ists.

    Ich habe Fuller House ja auch angefangen, weil Full House meine Lieblingssitcom ist. Die habe ich so oft gesehen, dass ich da einige Folgen bestimmt schon mitsprechen kann. Das Remake hat mir aber auch überhaupt nicht gefallen, hänge da immer noch irgendwo in der ersten Staffel und habe es aufgegeben. Hat nicht mehr viel mit dem Original zu tun bzw. die Witze sind für mich zu Platt.

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    1. Dankeschön für die lieben Worte und Glückwünsche <3. Ich wusste lange Zeit auch gar nicht das es das gibt, aber habe das durch Zufall dann mal mi Internet entdeckt. Bei uns machen das einige Bücherreien und ich finde das ne gute Sache. Da kann man günstig Bücher erwerben, was für mich als Studentin praktisch ist und man tut auch was für die Nachhaltigkeit. Ich brauche Bücher nämlich nicht immer neu.

      Der Soundtrack ist so genial, da sind auch einige Lieder auf meine Spotify-Playliste gewandert. Generell habe ich ja die Performances bewundert und mir gewünscht, ich könnte das auch. Aber ich glaube, dass will niemand sehen wie ich da ganz ungraziös rumhüpfe :D.

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  3. Da kenne ich noch jemanden :-))) Meinen Mann. In die Ferien nehmen wir einen kleinen Koffer nur mit Büchern mit. Unglaublich…Und es müssen auch unbedingt „echte“ Bücher sein. Das Gefühl es in den Händen zu halten, zu blättern und zu spüren ist so schön. Ich schaffe im Sommer meist nur eins im Monat. Aber im Herbst sieht es dann auch anders aus. Dann werden in unserer Stadt auch Krimielesungen veranstaltet, was wir sehr gerne besuchen.

    Lieben Dank für die Vorstellung!

    Sei lieb gegrüßt,
    Doreen

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  4. Mein Lieblingsgenre für Sommerabende sind genau Bücher wie dieses. Bücher, die mich in die Ferne bringen und träumen lassen. Ich habe dieses Buch auch gelesen und habe es wirklich geliebt. Ich glaube das lag nicht zuletzt an ihrem Schreibstil und den teils schon fast philosophischen Ansätzen… Definitiv auch eine Empfehlung von mir!
    Liebe Grüße
    Fiona

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