#TeaTalk – Weihnachtserinnerungen

Hallo du,

nun ist es tatsächlich bald soweit, dass lang ersehnte Weihnachtsfest steht vor der Tür. Aus unserer Sicht ist Weihnachten so eine Sache über die man nicht streiten kann. Wir  kennen niemanden (bis auf den Grinch) der Weihnachten nicht wenigstens ein bisschen schön findet und sich von der Stimmung in der wundervollen Vorweihnachtszeit anstecken lässt. Weihnachten ist der Zeit der Besinnlichkeit, der Liebe und des Nachdenkens, es gibt gutes Essen, man trifft Familie und Freunde – etwas Gutes ist für jeden dabei. Außerdem lässt man das Jahr revue passieren und denkt über das kommende Jahr nach. Und, zumindest in unserem Fall, schwelgt man ein bisschen in Erinnerungen…

Christof:
Ich persönlich habe nur gute Erinnerungen an Weihnachten. Als wir (meine Geschwister und ich) noch klein waren, hat sich unsere Mutter immer sehr viel Mühe gegeben, es uns an Weihnachten so richtig schön und besinnlich zu gestalten. An ein Sache kann ich mich ganz besonders gut erinnern. In meinem Elternhaus wurde natürlich im Wohnzimmer Weihnachten gefeiert. Da stand dann ein großer Weihnachtsbaum, den wir Kinder auch immer schmücken durften und der selbstverständlich dadurch jedes Jahr der schönste Baum der Stadt war 😉
Bei uns war die Tür zum Wohnzimmer eine Glastür, was jedes Jahr wieder Probleme aufgeworfen hat – schließlich wollten wir davor sitzen und das Christkind sehen. Das geht natürlich nicht, da das Christkind seine Ruhe braucht um die richtigen Geschenke zu bringen!

Daher hängte meine Mutter jedes Jahr die Glastür mit einer großen Wolldecke zu, damit wir Kinder auch bloß nicht auf die Idee kämen ins Wohnzimmer zu linsen. Natürlich steigerte das die Spannung und die Vorfreude auf Weihnachten und besonders auf die Bescherung ins Unermessliche. Ich meine, es könnte zu jedem Zeitpunkt das Christkind bei uns im Wohnzimmer sein und Geschenke bringen, und wir bekommen es nicht mal mit, das war eine Qual für uns Kinder.
Zur Bescherungszeit, wenn die Spannung beinahe mit Händen zu greifen war, ging unsere Mutter (unter dem Vorwand nachzusehen ob das Christkind schon da war) ins Wohnzimmer. Kurz darauf läutete sie mit einer Glocke zur Bescherung und wir Kinder durften endlich die Tür öffnen, die dicke Wolldecke von der Tür ziehen und ins Wohnzimmer stürmen. Wir erblickten einen wunderschönen (von uns geschmückten) Weihnachtsbaum mit jeder Menge Geschenke darunter. Selbstverständlich haben wir, laut unserer Mutter, das Christkind jedes Mal gerade eben verpasst. War ja klar 😉

Diese wunderschöne Erinnerung kommt zur Weihnachtszeit immer wieder hoch und zaubert mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Das schöne daran ist, das dieses Ritual bis ins Erwachsenenalter beibehalten wurde und wir jedes Jahr wieder die dicke Wolldecke und die Glocke zu sehen bzw. zu hören bekommen.

bsh

Nessa:
Lustigerweise hatten wir in unserer Wohnung ebenfalls eine Glastür zum Wohnzimmer, und somit das gleiche Problem: wie soll das Christkind in Ruhe die Geschenke ablegen, während die kleine Nessa neugierig durch die Scheibe späht?
Um mich abzulenken – die offizielle Begründung war natürlich, dass das Christkind sonst seine Arbeit nicht vernünftig machen kann – ist mein Opa jedes Weihnachten mit mir zum Marktplatz unseres Heimatorts gefahren. Dort gibt es einen riesigen, über und über geschmückten Tannenbaum, und ein Rathaus, dessen Glockenspiel jedes Jahr an Weihnachten erklingt und eine halbe Stunde lang wundervolle Musik spielt. Dick eingepackt standen wir dann zusammen vor dem leuchtenden Baum, haben ihn bewundert und der Musik zugehört. Diese halbe Stunde habe ich als Kind geliebt, und ich kann mich noch erinnern, wie toll ich es fand, diese Zeit nur mit meinem Opa zu haben – das war eben einfach „unser Ding“, und als meine Oma in einem Jahr mitfahren wollte, habe ich beinahe entrüstet abgelehnt 😉

Eine Tradition, die uns über viele, viele Jahre begleitet hat (bis meine Mutter entschieden hat, dass sie keinen Weihnachtsbaum mehr möchte) war das gemeinsame aussuchen und schmücken das Weihnachtsbaums. Am 23sten sind mein Vater und ich losgezogen, um einen Weihnachtsbaum zu kaufen. Und nicht nur irgendeinen – es musste der Beste und Schönste sein, was bedeutet, dass wir an manchen Weihnachten bei drei, vier unterschiedlichen Weihnachtsbaumverkäufen waren. Am 24sten haben meine Mutter und ich den Baum dann zusammen geschmückt, und dabei im Hintergrund den „kleinen Lord“ laufen lassen, bis heute mein allerliebster Weihnachtsfilm.

Wie feierst du denn Weihnachten? Hast du auch so schöne Erinnerungen an früher oder einfach deine persönlichen Weihnachtsgeschichten und Rituale?

Es grüßen dich
Christof und Nessa

9 Kommentare zu „#TeaTalk – Weihnachtserinnerungen

Gib deinen ab

  1. Hallo ihr Beiden, ich liebe Weihnachtserzählungen über alles und kann zurzeit nicht genug davon bekommen. Daher freut es mich total, dass ihr auch in eurem TeaTalk dieses Thema aufgreift. Es gibt einfach keine passendere Zeit für Kindheitserinnerungen als die Vorweihnachtszeit, als diese stimmungsvollen und besinnlichen Stunden. Als ich dann eure beiden Erzählungen gelesen habe, musste ich gleich mal schmunzeln – anscheinend hatten wir alle in der Kindheit mit so einer Glastür ins Wohnzimmer zu kämpfen. Das Glas unserer Tür war nicht total durchsichtig, man konnte nur Schatten und Lichterschein erahnen, aber nichts Konkretes erspähen. So drückten wir Kinder uns die Nase an der Scheibe platt, wenn langsam ein Kerzenschein auftauchte und es schließlich immer mehr wurden, bis ein heller Lichterschein zu erkennen war und endlich das „Christkind“ mit der Glocke läutete. Irgendwann fiel uns dann auch auf, dass die Großeltern immer kurz vor der Bescherung, wenn wir schon aufgeregt warteten, etwas Wichtiges zu erledigen hatten…

    Danke, dass ihr mich auf so eine schöne Gedankenreise mitgenommen habt.

    Habt ein ganz wunderbares Weihnachtsfest mit vielen lieben Kindheitserinnerungen und alles, alles Liebe

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo ihr Lieben,

    das sind wirklich wunderbare Weihnachtserfahrungen, die ihr mit uns teilt! Ich bin jedes Mal erstaunt wie prägend Kindheitserinnerungen doch sind. Weihnachten liebe ich sehr, das Einzige was mir von Jahr zu Jahr immer mehr auffällt ist, dass viele Menschen in dieser Zeit sich selbst unnötig stressen. Daher gehe ich in dieser Zeit nur selten in die „große Menge“ ^^ ich war vor kurzem in der Stadt bei uns in der Nähe und mir ist aufgefallen wie rücksichtslos manche Menschen sich gerade vor den Festtagen verhalten…jeder will nur verkaufen, viele handeln egoistisch und der Konsum steht zu sehr im Vordergrund. Die wenigsten haben Zeit und Lust auf ein persönliches Gespräch. Dabei ist gerade liebevoller und ehrlicher Umgang, das was Weihnachten zum Großteil ausmacht.
    Was die Wirtschaft daraus gemacht hat, gefällt mir nicht und auch nicht wie es viele Menschen verändert.
    Aber manche bleiben zum Glück immun dagegen 😉 Ich finde auf energetischer Ebene ist diese Zeit trotzdem ganz besonders. Wenn man sich vom künstlich aufgebauschten Trubel nicht ablenken lässt, kann man das Ende das Jahres wunderbar reflektieren, entspannen und genießen. Und vor allem mit ganz viel Liebe und Achtsamkeit verbringen.
    Ich wünsche euch eine wundervolle und vor allem entspannte Weihnachtszeit, in der ihr neue magische Erinnerungen sammeln könnt 🙂

    Liebe Grüße,
    Lina von https://www.petitchapeau.de/

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  3. Ihr Lieben, hach…Dankeschön für die wundervollen Erinnerungen. Gerade sitze ich bei Weihnachtsmusik und Kerze. Auch wir hatten eine Glastür, jedoch mit Muster. So könnte man immer nur das Licht und zarte Umrisse erkennen. Auch meine Eltern haben es immer zu Weihnachten geschafft, alles gemütlich und den Gewissen Zauber zu schaffen. Genau das möchte ich weitergeben und die Geschenke etwas in den Hintergrund zu setzen. Weihnachten heißt bei uns ganz klar Familienzeit mit Mega viel Gemütlichkeit….
    Habt wundervolle Weihnachten und liebe Grüße,
    Doreen

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  4. Ich habe auch sehr viele sehr glückliche Erinnerungen an Weihnachten und zum Glück auch schon sehr viele (oftmals beinahe filmreife… mein Opa hat jahrelang den Baum aus dem Wald geklaut…) an diese Zeit und genieße sie daher nach wie vor sehr! Gibt nichts schöneres, als Traditionen und die Tatsache, dass bei uns noch immer alle an Weihnachten zusammen kommen, gesund sind und eine schöne Zeit erleben.

    Frohe Weihnachten euch!

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  5. Das ist so süß! Meine Mama wollte auch keinen Baum mehr, aber sie hat dem lautstarken Protest nachgegeben 😀
    Unsere Eltern haben uns früher gerne damit rausgelockt, indem mein Papa gerufen hat: Ich glaub, ich hab den Weihnachtsmann vorbeiflitzen sehen! Wir sollten unbedingt raus in den Hof schauen, ob wir ihn vielleicht noch sehen. Dann sind wir raus gerannt und in der Zwischenzeit hat Mama alle Geschenke unter den Baum. Es war immer eine kleine Enttäuschung, dass wir ihn wieder verpasst hatten, aber die Geschenke haben uns sehr sehr schnell darüber hinweg getröstet, haha.
    Ich wünsche euch wunderbare Weihnachten 🙂
    Liebe Grüße
    Dorie von http://www.thedorie.com

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  6. Wie schön, dass ihr eure Weihnachtserinnerungen mit uns teilt! Wir hatten tatsächlich auch eine Glastür. Allerdings war das Glas mit Struktur, so dass wir nur die Umrisse erkennen konnten. Meine Eltern haben dann immer das Glas abgehängt und ich habe meinen kleinen Bruder oben im Kinderzimmer abgelenkt. Ich weiß gar nicht mehr was wir damals gemacht haben, als ich auch noch an den Weihnachtsmann geglaubt habe. Auf jeden Fall gehen wir jedes Jahr an Heiligabend in die Kirche. Mittlerweile ist unsere kleine Kirche allerdings immer so überlaufen, dass man wirklich Platzangst haben und viel früher da sein muss. Das ganze nimmt dem Tag dann immer etwas von der Besinnlichkeit und wir überlegen dieses Jahr lieber spazieren zu gehen.
    Ich wünsche euch eine schöne restliche Weihnachtszeit!
    Viele Grüße,
    Laura

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