#TeaTalk – No-Stress-November

Hallo du,

unsere Adventskalender sind gefüllt und verpackt, die Vorfreude auf den ersten Weihnachtsmarktbesuch steigt und in der Wohnung riecht es köstlich nach selbst gebackenen Keksen: die Weihnachtszeit steht vor der Tür und wir möchten jede Minute davon genießen. Leider war (und ist) das in den letzten Wochen nicht ganz so einfach.
Während ich mich nach Entspannung und Gemütlichkeit sehne, macht mir mein Arbeitgeber einen Strich durch die Rechnung, belädt mich mit neuen Projekten und runzelt irritiert die Stirn, wenn ich keine Überstunden machen möchte. Ich gebe es zu – diese Situation hat mich in den letzten Wochen ein wenig gefrustet und ich hatte Schwierigkeiten, Zuhause richtig abzuschalten. Ständig hatte ich eine ewig lange To-Do-Liste für den nächsten Tag im Kopf (bloß nichts vergessen!) oder habe mich über Kollegen, Kunden oder Vorgesetzte (man, sind die alle unfähig!) aufgeregt.
Alle nervten mich, alles war mir zu viel.
Jetzt habe ich für mich entschieden, das damit Schluss sein muss und habe spontan den „No-Stress-November“ ausgerufen. Und der geht so:

1. Die Gedanken sortieren
Während der Autofahrt nach Hause erlaube ich mir noch, über die Arbeit nachzudenken, und auf dem Weg vom Auto in die Wohnung darf ich mir Erinnerungen einstellen oder Notizen machen. Sobald ich über die Schwelle der Wohnung trete ist aber Schluss damit. Dann ist er Arbeitstag offiziell beendet und mein Firmenhandy wird ausgeschaltet. Kein „nur mal kurz in die E-Mails schauen“ und kein „Oh Gott, was habe ich morgen nochmal für Termine?“ mehr. Anfangs war es schwierig, aus diesem Gedankenkarussell aus zusteigen – ich war gehetzt, dachte andauernd über die gleichen Dinge nach, konnte kaum zur Ruhe kommen – aber mit ein bisschen Übung klappt es wirklich gut. Ich versuche, mir meine Gedanken bewusst zu machen und mich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren – versucht ein Arbeitsgedanke, sich dazwischen zu mogeln, streiche ich ihn rigoros aus meinem Kopf.

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2. Die Seele pflegen
Nach einem stressigen und hektischen Arbeitstag ist es wichtig, sich um sich selbst zu kümmern. Die erste dreiviertel Stunde des Feierabends gehört nur mir, und ich kann damit tun, was ich mag, solange es analog ist – für die sozialen Medien ist auch später noch Zeit. Ich könnte ein paar Seiten lesen. Yoga machen. In mein Bullet Journal schreiben. Meditieren. Baden. Mit den Katzen kuscheln. Tagebuch schreiben. Völlig egal, Hauptsache es ist das, was mir in dem Moment gut tut und mir dabei hilft, abzuschalten. Danach kann ich mich mit neuer Energie dem restlichen Abend widmen.

3. Den Speicher auffüllen
Und wenn es nach einem langen Tag noch so verlockend sein mag, einfach auf’s Sofa zu plumpsen und eine Pizza zu bestellen: tu es nicht. Und wenn es dir noch so sehr wiederstreben mag, dich in die Küche zu stellen und etwas frisches zu kochen: tu es. Es muss nichts aufwändiges sein, es muss nicht ultra-mega gesund sein, gönn dir gern dein liebstes Soulfood – aber nimm dir Zeit dafür, hör in dich hinein, was dein Körper braucht und genieße dann jeden Bissen. Du wirst sehen, dass es dir damit viel besser geht als mit dem hastig hinunter geschlungenen Fastfood!

4. Das Zu-Bett-Gehen kultivieren
Ich bin in letzter Zeit häufig beim fernsehen auf der Couch eingeschlafen und kann dir nur empfehlen, das nicht nachzumachen 😉 Man wacht mit steifen Muskeln auf, ist grantig, weil man sich aus der warmen Decke pellen und ins Bett wechseln muss und vernachlässigt gerne mal die abendliche Pflegeroutine.
Wenn ich nun merke, dass die Augen schwer werden, rapple ich mich hoch (ja, auch das hat am Anfang Überwindung gekostet) gehe ins Bad und ab ins Bett. So bekomme ich mehr, und vor allem qualitativ hochwertigen Schlaf, was es mir morgens wiederum leichter macht, aus dem Bett zu kommen und mich dem Tag zu stellen.

5. Den Morgen genießen
Kaum hatte ich in den letzten Wochen die Augen aufgeschlagen war mein Kopf voll mit Gedanken an die Arbeit. Was ist heute alles zutun? Welcher Termin steht an, der mir Magenschmerzen macht? Damit ist jetzt Schluss. Ich verbiete mir konsequent, nach dem Aufstehen an die Arbeit zu denken (siehe Punkt eins) und zelebriere lieber meinen Morgen: genieße eine heiße Dusche mit jeder Menge Shampoo und Duschgel mit meinem Lieblingsgeruch. Nehme mir die Zeit, mein Outfit sorgfältig auszuwählen, statt einfach irgendwas über zuwerfen. Gönne mir ein gutes Frühstück, statt nur einen Apfel in die Tasche zu stecken und aufzubrechen. So kann ich mich dem neuen Tag stellen!

Kennst du das auch, dass man sich völlig im Stress verliert und dadurch aus der Balance gerät? Bei mir war es so, und es war dringend nötig, mich mal daran zu erinnern, dass die Arbeit nicht alles ist.

Es grüßt dich
Nessa

14 Kommentare zu „#TeaTalk – No-Stress-November

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  1. Liebe Nessa,
    es mag sein, dass ich es irgendwo überlesen habe, aber was arbeitest Du? Ich bin sicher, Du machst etwas mit schreiben oder fotografieren, da du dies so gut kannst!
    Ich kenne diesen Arbeitsstress – ich arbeite in der buchhaltung und gerade will mit eine dumme differenz einfach nicht aus dem Kopf! Über so Dinge denkt man irgendwie unbewusst nach.. aber manchmal ist es gut, denn plötzlich kommt mir manchmal eine Idee, wo / wie ich noch danach suchen könnte. So diskutieren meine Mom und ich oft nach der Arbeit noch über unsere Probleme und helfen uns gegenseitig, Lösungen zu finden. Aber Du hast schon recht, eignetlich gehört die Arbeit nicht auf die Couch zu Hause!
    Liebste Grüsse
    Janine von https://www.vivarubia.com/
    PS: Ich bin so froh, dass du meine eklig-Beschreibung nachvollziehen konntest, ich hatte angst, eine unbegreifliche Kritik auszuüben! 🙂

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  2. Liebe Nessa, ich glaube, wenn man erstmal erkennt, das irgendwas falsch läuft bzw. dass man dringend etwas an seinem Alltag ändern sollte, dann ist das schon die halbe Miete. Den meisten fällt das gar nicht auf oder die sind so in ihrem Hamsterrad gefangen, dass sie einfach resigniert haben. Ich kann jeden deiner Punkte nur absolut unterstreichen und ich handhabe das eigentlich ganz genauso. Man muss sich bewusst Zeit für sich nehmen und den „bösen“ Alltag vor der Türe aussperren, der rennt schon nicht weg. Ganz ganz toll du Liebe. Ich wünsche dir eine ganz fantastische neue Woche, alles alles Liebe, x S.Mirli
    https://www.mirlime.com

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  3. Liebe Nessa, es ist oftmals so, dass wir allmählich in dieses Hamsterrad schlittern, dass sich die Arbeiten langsam immer vermehren und dass sie uns schließlich auch in der Freizeit und vor allem in der Erholungszeit belasten. Daher ist ein Beitrag wunderbar dazu geeignet, uns auch wieder etwas wachzurütteln und unsere eigene Situation zu überprüfen. In einigen deiner Punkte habe ich mich sofort wiedergefunden – die Gedanken verfolgen mich auch oft nach der Arbeit bis in die Nacht hinein. Ich habe mir mittlerweile angewöhnt, einen derartigen Gedanken zu notieren und ihm damit die entsprechende Aufmerksamkeit zu geben und ihn dann quasi ad acta legen zu können. Das funktioniert bei mir in den meisten Fällen. Danke für die tolle Aufstellung.
    Genieße einen wunderbaren entspannenden Abend und starte morgen friedlich in den Tag, alles, alles Liebe

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  4. Toller Beitrag! 🙂
    Ich hatte auch ganz lange das Problem, vor allem meine Gedanken nicht ordnen zu können um dann abends abschalten zu können.
    Seitdem ich aber sowohl abends als auch morgens so kleine Routinen habe, fällt mir das viel leichter & ich schlafe auch besser.
    Ich denke, dass es ganz wichtig ist, den richtigen Weg für einen zu finden & sich auch mal zu erlauben, zu ruhen & neue Energie zu tanken. 🙂

    Liebe Grüße
    Vanessa

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  5. Der No-Stress-November klingt super. Ich empfinde die Vorweihnachtszeit auch immer als besonders stressig und jedes Jahr nehme ich mir vor das zu ändern. Denn es gibt doch nichts schöneres als entspannt auf der Couch zu sitzen, Kekse zu essen und einfach die Zeit zu genießen. Außerdem sind Besuche auf dem Weihnachtsmarkt ohne Stress viel schöner.

    Liebe Grüße, Milli
    (https://www.millilovesfashion.de)

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  6. Ganz toller und wertvoller Beitrag! Alleine vom Lesen deiner Tipps fühle ich mich schon entspannter und freue mich auf die Weihnachtszeit 🙂 Gerade in der Berufswelt verzettelt man sich schnell in Terminen, Deadlines und Erwartungen. Manchmal hat man dann einfach das Gefühl, dass man sich in viel zu vielen Gedanken verliert. Mir hilft da auch eine ähnliche Routine, wie du sie beschreibst. Zeit für sich zu nehmen ist so essentiell und tut der Seele einfach gut.

    Liebe Grüße,
    Lina von https://www.petitchapeau.de/

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  7. Das sind so gute Ansätze, ich liebe es! Danke für die Inspiration. Ich weiß genau wovon du redest – erst heute habe ich einen Essensplan geschrieben, sodass ich nicht wieder beim Pizzamann anrufe, weil ich zu faul bin mir was zu überlegen. Und den Morgen zu genießen, das ist auch eine gute Idee 🙂
    Liebe Grüße
    Dorie von http://www.thedorie.come

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  8. Das kenne ich sehr gut aus alten Zeiten. Und natürlich gibt es diese Tage auch immer wieder, aber ich kann tatsächlich deutlich besser damit umgehen. Deine Ansätze sind großartig und nur so tun wir uns Gutes. Achtsam mit uns selbst sein und genau diese kleinen so wichtigen Momente einzubauen.

    Liebe Grüße
    Doreen

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  9. Ein toller Post. No Stress klingt gut. danach werde ich mich ab nun auf jeden Fall richten. Alles gelassener sehen und keinen Stress machen. Ist einfach unnötig.
    Liebe Grüße Michelle von mishy-hoffmann

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  10. Ich kenne das auch noch aus der Ausbildung oder vom letzten Nebenjob den ich hatte. Finde aber auch, dass man lernen muss abzuschalten: Sobald man zuhause ist, sollte man Arbeit Arbeit sein lassen, um runterzukommen und sich zu erholen. Finde deine Tipps deshalb super, auch dass du dein Handy konsequent ausschaltest und dir feste Zeit für dich nimmst. Das mit den 45 Minuten finde ich einen tollen Tipp, denn ich mir für die Zukunft merken werde, wenn ich nach dem Studium dann auch voll im Berufsleben stehe. Gerade da ist es ja wichtig sich auch mal Zeit für sich zu nehmen. Beim Kochen: Da muss ich eh durch. Durch meine Intoleranzen bleibt mir nur die frische Zubereitung.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Mit dem Zitat hast du definitiv recht. Finde eh, dass bei dem Thema wesentlich mehr seinsiblität und Verständnis von der Gesellschaft gefragt ist. Was da teilweise für Aussagen fallen, da kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Die Serie macht da einen unglaublich guten Job.

    Geht mir mit Nicole Kidman sonst aber ähnlich, hier ist sie aber wirklich der absolute Wahnsinn. Sie spielt das unglaublich souverän und bleibt im Gedächtnis.

    PS: Ich drücke dir aber auch die Daumen, dass der Stress auf der Arbeit wieder etwas nachlässt.

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